Freitag, 19. Februar 2016

Lirum larum Löffelstiel...

... wer es nicht checkt, dem wars zuviel!*

Zugegeben, es ist nicht schön und ganz schön peinlich, wenn man bei einer Versammlung des Raumes verwiesen wird. Und dies noch unter der Beobachtung zahlreicher Menschen, die dasselbe Hobby teilen. Und wenn man sich dann noch quasi als VIP (Very Important Person) fühlt... eigentlich ganz schön fies.

So geschah es einem QJ, der sich - obwohl nicht offiziell eingeladen - der Einfachheit halber gleich selbst zu einer Delegiertenversammlung eines Dachverbandes eingeladen hat. Das ist in etwa so, wie wenn ein einfacher Bürger sich bei einer Ständerat-Sitzung einfach in den Raats-Saal setzt. Logisch, wird der Bürger freundlich gebeten, den Saal (und das Gebäude) schleunigst zu verlassen. Denn es gibt Regeln die es, mit genauem Wortlaut, regeln, wer bei solchen Sitzungen Einsitz hat - und wer nicht. 

Nun denn, der QJ wurde ebenso eines Saales verwiesen, und dann noch von einer Frau... nennen wir sie mal "Dora"... das verkraftete der QJ angesichts dessen, dass er nun halböffentlich zu einer NIP (Not Important Person) und genügend interpoliert sogar zur PNG (Persona Non Grata) degradiert wurde, beinahe nicht und hatte von da an sein persönlich-intimes  Feindbild noch genauer spezifiziert. 

Als erste tolle Aktion kam er einem Rausschmiss aus dem Verband zuvor, indem er selbst schleunigst den Austritt aus demselbigen gab. Dann folgten die schon aus früherem Verhalten bekannten publizistischen Schüsse in alle Richtungen nach dem alten Rezept: Wer sich nicht mit dem Geschrieben einverstanden erklärt, soll sich, sofern nicht bereits medial tödlich getroffen, mit guten Gegenargumten auf dem Dienstweg zu Wort melden und um Korrektur betteln. Nur... weshalb soll man sich das freiwillig antun? Scheintote leben besser.

Dieser Raussschmiss - eine bodenlose Frechheit! Könnte man zumindest so meinen. Wenn man aber den Tunnelblick mal ablegen könnte und sich mit journalistischem Sachverstand den Fakten widmen würde, müsste man sogar das Geräusch hören, wenn "dr Zwanzger" runterfällt. Denn die den Saal verweisende Frau, nennen wir sie immer noch "Dora", erfüllte sich mit ihrer Anwesenheit nicht einen langgehegten persönlichen und innigen Wunsch, sondern erfüllte eine ihr auferlegte Pflicht. So quasi als Chefin der Aufsichtsbehörde stellte sie nämlich mit dem sich in den Weg stellen sicher, dass die rechtmässig verabschiedeten Statuten des Verbandes eingehalten werden. Und die sehen nicht vor, dass man "einfach so" an einer Delegiertenversammlung teilnehmen kann. Auch nicht als Beobachter. Allerdings hätte man sich im Vorfeld darum bemühen können, von einer Sektion als Delegierter aufgestellt zu werden und so den Anlass völlig legitim zu besuchen. Aber dies ist ja nun Schnee von vorgestern.

Insofern ist der beinahe freiwillige Austritt des QJ aus dem Verband eigentlich schade, denn als Mitglied hätte er zumindest die Möglichkeit gehabt, eine ihm dienende Statutenänderung auf den Weg zu bringen. Zum Beispiel, dass er exklusiv das Recht zum Einsitz in alle Sitzungen und Versammlungen des Verbandes hat und das alleinige Recht auf exklusive Veröffentlichung der Ergebnisse über die ihm genehmen Medien. Hätte er eine Mehrheit für ein solches Statut finden können, wäre seine Wunsch-Rolle zumindest für ein Jahr in den Statuten zementiert gewesen und er hätte sich in seinem Ruhme sonnen können, derweil der PR-Manager und der Webmaster des Verbandes ob des verpassten Maulkorbes sicherlich ganz grün im Gesicht angelaufen wären.

So aber verlief die ganze Geschichte letztendlich eben ganz anders und anstelle sich im Ruhme sonnen zu können, glänzen seine publizierten Ergüsse bestenfalls dann und wann mal im fahlen Mondlicht. Da nützen auch seine pathetisch wirkenden Hilferufe von wegen "...hinter verschlossenen Türen..." nichts, derweil sich der geneigte Leser fragen könnte, wer wohl hinter verschlossenen Türen besser aufgehoben wäre.

Es bleibt anzumerken, dass noch immer die Mitglieder des Verbandes die Gesetze machen, nach denen sich der Vorstand des Verbandes strikte halten muss. Wer nicht dabei ist, an dem geht der Umzug vorbei. Da bringt es unter dem Strich eben auch nichts, wenn man mit viel Aufwand - wie wohl auch wieder nächsten Samstag - sicherstellt, dass befreundete Delegierte Livestreams nach aussen senden und somit Berichte noch während der Versammlung schon extern veröffentlicht werden können. Was soll man dazu sagen? "Löhnd mer ihm doch das Freudli, oder?".


*) Alter Kinderreim:

Lirum, larum Löffelstiel


1. Lirum, larum Löffelstiel, alte Weiber essen viel,

    junge müssen fasten. s'Brot liegt im Kasten,

    s'Messer liegt daneben, ei welch ein lustig Leben!


2. Lirum, larum Löffelstiel, wer nichts lernt, der kann nicht viel.

    Reiche Leute essen Speck,arme Leute essen Dreck.

    Lirum, larum Leier,die Butter, die ist teuer.




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